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28.03.2017

Rückblick auf...

... die Teilnahme der arbewe an den "Irren Nächten 2017" am 14.03.17 im Filmhauskino


Filmplakat "Mängelexemplar"

Die „Irren Nächte“ haben zum wiederholten Male in Nürnberg stattgefunden und waren ein voller Erfolg. Neben der Auftaktveranstaltung am 06.03.17 im Casablanca gab es eine weitere Vorführung in Filmhauskino am 14.03.17 in Nürnberg. Beide Veranstaltungen waren komplett ausgebucht, bei der Vorstellung im Filmhauskino mussten sogar Besucher wieder weggeschickt werden, weil der Kinosaal voll war.

Die „Irren Nächte“ werden über den Bezirk Mittelfranken gesponsert und sollen einen niedrigschwelligen Zugang zu psychiatrischen Diagnosen darstellen. Die Vorführung des Filmes "Mängelexemplar" im Filmhauskino wurde über den Sozialpsychiatrischen Dienst der arbewe organisiert und durchgeführt. Frau Wiesner, Sozialpädagogin des SpDi der arbewe, begrüßte das Publikum und führte durch die Veranstaltung.

„Mängelexemplar“ zeigt eine junge Frau, welche sich in einer chaotischen Krise befindet: den Job verloren, die beste Freundin möchte nichts mehr von ihr wissen und ihren Freund kann sie eigentlich gar nicht leiden. Sehr anschaulich wird gezeigt, wie dies und Komponenten aus ihrer Vergangenheit zu einer Depression mit Angst- und Panikattacken führen und wie die junge Frau es nach und nach schafft, nach der Krise wieder stabiler im Leben zu stehen. Mal lustig, mal traurig, zum Teil erschreckend und dann wieder hoffnungsvoll – der Film deckt eine große emotionale Spannbreite ab.

Nachdem der Film gezeigt wurde, stellten sich Frau Wiesner sowie Frau Förther (Psychologin und Leitung des SpDi), Frau Dörrie (Ärztin im Klinikum Nürnberg Nord) und Frau Birner (Betroffene und Expertin in eigener Sache) dem Publikum für Fragen zu Verfügung. Die Fragen waren vielfältig und bunt gemischt. Gefragt wurde nach der Diagnose, nach medikamentöser Behandlung und wie es eigentlich dazu kommt, dass manche Personen Depressionen entwickeln und andere nicht. Auch die Diskussion, ob es Anteile aus der Borderline-Persönlichkeitsstörung gibt, wurde vom Publikum aufgenommen und überprüft. Zuweilen wurde die Diskrepanz zwischen Realität und Film bezüglich der Zeit und schnellen Verfügbarkeit bei Psychiatern und Therapeuten aufgedeckt, jedoch auch Tipps gegeben für schnelle und unkomplizierte Anbindung über Sozialpsychiatrische Dienste, den Krisendienst, Selbsthilfegruppen und andere Anlaufstellen. Betroffene, Angehörige und Fachleute haben sich vorgestellt und mit Fragen die Diskussion bereichert, im Prinzip ein trialogischer Austausch. Die Diskussion dauerte ca. eine dreiviertel Stunde, doch für weitere Fragen war im Anschluss im Foyer noch Platz.

Der Sozialpsychiatrische Dienst der arbewe bedankt sich bei allen Teilnehmern für das rege Interesse sowie den guten Austausch und wir sind gespannt auf den nächsten Film der Irren Nächte 2018.


Kontakt:

arbewe gemeinnützige GmbH
Robert-Schedl-Weg 4
90471 Nürnberg

Tel.: 0911 - 8 12 06 - 0
Fax: 0911 - 8 12 06 - 66
E-Mail:  info(at)arbewe.de

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