Folgende Gruppen werden in unserem Beratungszentrum angeboten:
Frei-Zeit-Gruppe
Diese Gruppe findet ganzjährig, wöchentlich abends statt, um auch berufstätigen Klienten die Teilnahme zu ermöglichen. Das Programm wird von den Teilnehmern selbst gestaltet und für drei Monate im Voraus geplant. Es beinhaltet neben kreativen Beschäftigungen im Gruppenraum auch den Besuch kultureller Veranstaltungen wie z.B. Theater, Kino, Musicals und sportliche Aktivitäten. Ziele der Gruppe sind, den Teilnehmern Spaß und Freude bei gemeinsamen Unternehmungen zu ermöglichen und Anregungen und Ermutigungen zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung und einer Öffnung nach außen zu geben. Die Gruppe wird von einer hauptamtlichen Sozialpädagogin, mit Un-terstützung durch eine Honorarkraft, geleitet.
Offene Gesprächs- und Freizeitgruppe für Frauen aus dem früheren Jugoslawien
Diese Gruppe ist für alle Frauen aus dem früheren Jugoslawien - unabhängig von nationaler und religiöser Zugehörigkeit - offen. Ziel der Gruppe ist es, vor allem der sozialen Isolierung und Vereinsamung entgegenzuwirken und gegenseitige Hilfestellungen bei lebenspraktischen und alltäglichen Problemen anzuregen. Die Teilnehmerinnen sollen unterstützt werden, Strategien im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu erwerben. Der Erfahrungsaustausch untereinander ist dabei eine wichtige Hilfe, um den psychischen Erkrankungen aktiv und selbstständig begegnen zu können und für sich selbst neue Perspektiven und Lösungen zu entwickeln. Die Gesprächsinhalte sind meist nicht vorgegeben, d.h. die aktuellen Probleme der Teilnehmerinnen haben Vorrang. Gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. kleine Wanderungen, Spaziergänge und Cafébesuche in der warmen Jahreszeit ergänzen das Programm. Gern werden auch Kino oder auch Konzerte und Museen besucht. Singen von Heimatliedern und heimatliche Kreistänze tanzen ist sehr beliebt.
Türkische Freizeitgruppe
Die Zielgruppe sind türkischsprachige Männer und Frauen mit einer psychischen Erkrankung. Da diese Menschen kaum soziale Kontakte haben, ist ein Anliegen der Gruppe das Training sozialer Kompetenz und die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Im Sommer stehen z.B. der Besuch im Tiergarten und das Erfahrungsfeld der Sinne auf dem Programm. Im Winter haben den Klienten am besten die türkischen Konzerte und Theaterstücke gefallen. Besuche in diversen Museen, Cafés, im Planetarium, auf dem Volksfest, das Anschauen von Kinofilmen und Essen gehen machen die Gruppe abwechslungsreich und ermöglichen den Teilnehmern, viele verschiedene Erfahrungen zu machen und neue Veranstaltungsorte wie z.B. die Villa Leon, das Loni-Übler-Haus und den Südpunkt kennen zu lernen. Spaziergänge an der Pegnitz dienen im Sommer der Aktivierung der Klienten.
Türkische Gesprächsgruppe
In dieser Gruppe steht der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Dies ist eine Möglichkeit, um z.B. Wege aus der depressiven Abwärtsspirale zu finden. Das Ziel dieser Gruppe besteht u.a. darin, sich gegenseitig vertrauen zu lernen und sich zu unterstützen.
Gesprächs- und Freizeitgruppe in russischer Sprache
Diese Gruppe wurde als gemischte Gruppe konzipiert. Sie ist für alle russischsprachigen Menschen, unabhängig von nationaler und religiöser Zugehörigkeit, offen. Die Gruppe findet wöchentlich statt.
Ziel der Gruppe ist, zum einen den Teilnehmern zu ermöglichen, die eigene Kultur zu pflegen, indem kulturspezifische Feste wie z.B. Frauentag am 8. März zusammen gefeiert werden. Zum anderen tragen gemeinsame Freizeitaktivitäten, wie z.B. Ausflüge in die nähere Umgebung sowie zum Beispiel Führungen durch Nürnberg zur Integration der Einwanderer bei. Dadurch können die Teilnehmer die nächste Umgebung ihrer neuen Heimat und einen Teil der Geschichte ihrer Stadt kennen lernen. Wöchentliche Treffen sollen der Isolierung entgegenwirken und das Selbsthilfepotential unterstützen. Im Rahmen der Gesprächsrunden haben die Teilnehmer die Möglichkeit, über aktuelle Probleme zu sprechen und gemeinsam wirksame Strategien im Umgang mit den psychischen Erkrankungen zu entwickeln. Aufgrund der negativen Erfahrungen mit der Psychiatrie im Herkunftsland ist es für Viele ein großer Schritt, über die eigenen psychischen Probleme offen in der Gruppe zu sprechen.
Aus einigen Teilnehmern dieser Gruppe hat sich eine reine Gesprächsgruppe gebildet. Diesen Klienten geht es in erster Linie darum, in geselliger Runde Kontakt zu haben. Auch ist die Altersstruktur hier höher, und ihnen fällt es schwerer, an den Aktivitäten außerhalb des BZ teilzunehmen.
Angehörigenselbsthilfegruppe
Die Angehörigengruppe des Beratungszentrums für seelische Gesundheit wurde 1990 ins Leben gerufen. Die Gruppe findet jeweils am ersten Dienstag des Monats von 17.30 bis 19.30 Uhr statt. Die Angehörigen psychisch Kranker werden mit gesellschaftlichen Vorurteilen konfrontiert und leiden oft unter Gefühlen der Hilflosigkeit, der Trauer, Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit und Schuldgefühlen, denen sie oft nicht gewachsen sind. In der Gruppe finden sie einen Ort, an dem sie sich über ihre Probleme im alltäglichen Umgang mit dem psychisch kranken Familienmitglied austauschen können und Verständnis finden. Sie bietet Entlastung und die Teilnehmer geben oft nützliche Antworten auf die Fragen der Angehörigen, die in einer schwierigen Situation sind.
Freitags für Frauen
Diese Gruppe findet 14-tägig freitags vormittags statt. Einmal im Monat wird gemeinsam gefrühstückt. Dort werden die gemeinsamen Aktivitäten geplant. Das gemeinsame Frühstück trägt wesentlich zu diesen neuen Kontakten bei. Durch Sätze wie „Kann ich bitte die Butter haben“, schafften es auch Frauen, die sonst sehr zurückhaltend waren, miteinander in Kontakt zu kommen. Die Frauen unterstützten sich in der Gruppe gegenseitig bei Themen wie z.B. Probleme mit Ärzten oder der Institutsambulanz oder geben sich gegenseitig Tipps zur Freizeitgestaltung, zur Arztwahl und für andere alltägliche Dinge.
Der offene Treff
Diese Gruppe besteht seit 1989 und bildet als niederschwelliges Gruppenangebot einen wichtigen Baustein innerhalb der Kontakt- und Freitzeitangebote des Beratungszentrums. Die Gruppe besteht aus 5-10 Teilnehmern, die sich - bei schönen Wetter im Garten - wöchentlich treffen. Bei Kaffee und Tee ist Gelegenheit zur zwanglosen Unterhaltung und zum gegenseitigen Kennenlernen. Seit 2009 engagiert sich eine ehrenamtliche Helferin an jeweils 2 Nachmittagen im Monat für die Gruppe. Zudem werden auch Praktikantinnen beider Nürnberger Fachhochschulen als Unterstützung für die Gruppe eingesetzt.


